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pater Jo Jacobs

overlijden pater Jacobs

Pater Joseph Jacobs SMM

Am Montag, dem 20. Juli 2015, verstarb im Elisabethkrankenhaus in Trier unser Mitbruder Pater Joseph Jacobs.

Josef wurde am 15. Mai 1935 in Eygelshoven/NL geboren. Nach Abschluss der Volksschule begann er eine Schreinerlehre, aber da er sich mehr und mehr zum Priester- und Ordensberuf hingezogen fühlte, besuchte er von 1950 bis 1956 die Schule der Montfortaner St. Marien in Schimmert/NL. Nach Abschluss der Schulbildung trat er 1956 in das Noviziat der Montfortaner in Meersen/NL ein und legte am 8. September 1957 die ersten Gelübde ab. Es folgte das Studium der Philosophie und Theologie an der Ordenshochschule in Oirschot/NL. Dort legte er am 8. September 1962 die ewigen Gelübde ab und wurde am 24. März 1963 zum Priester geweiht.

Es folgte ein einjähriges Studium der Pastoral in Mours in Frankreich, wo er zugleich im Hinblick auf seine zukünftige Tätigkeit als Missionar im Kongo seine Kenntnisse der französischen Sprache vertiefen konnte. 1964 wurde er nach Isangi entsandt, wo er mitten in die Wirren der Rebellion geriet. Nach sechsmonatiger Gefangenschaft in der Hand der Rebellen wurde er befreit und konnte in die Heimat zurückkehren.

Von 1965 – 1972 war er als Religionslehrer in Heerlen/NL tätig, woran sich eine dreijährige Mitarbeit im Marianischen Sekretariat des Missionswerks der Montfortaner Patres in Salzburg/Österreich anschloss. Noch einmal übernahm er für kurze Zeit den Dienst als Religionslehrer in Marienheide in Deutschland, bevor er 1976 als Pfarrer nach Butzweiler und Aach ging. Hier fand er seine endgültige Wirkungsstätte; als beliebter und geschätzter Pfarrer blieb er 33 Jahre lang in den Eifeldörfern unweit von Trier.

Im März 2009 ging er in den Ruhestand, blieb aber weiter in seinem Pfarrhaus in Butzweiler, von wo aus er – solange es ihm möglich war – immer zu Aushilfen bereit war. Aber eine fortschreitende Demenzerkrankung schränkte ihn immer mehr ein. Als seine Haushälterin, die ihn all die Jahre hindurch betreut hat, im März 2015 erkrankte, blieb keine andere Möglichkeit als ihn in die Seniorenresidenz in Trierweiler zu bringen. Wegen zunehmender Schwäche und anderer Gesundheitsprobleme musste er Anfang Juli ins Elisabethkrankenhaus in Trier eingeliefert werden. Nach mehreren Stürzen und einem Gehirnschlag verschlechterte sich sein Zustand rapide. Am Morgen des 20. Juli rief ihn der Herr über Leben und Tod heim in sein Reich.

Wir verlieren mit Joseph einen liebenswürdigen Mitbruder. In Dankbarkeit geben wir ihn in die Hände seines Schöpfers zurück. Möge der Herr ihm vergelten, was er in seinem Weinberg gewirkt hat.

Fremersdorf, 20. Juli 2015

P. Hermann Josef Jünemann SMM

Superior der Delegation